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Rezension – Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner | Kerstin Gier

rezension

Zugegeben: Nach Männer und andere Katastrophen hatte ich Angst, wieder zu einem Roman von Kerstin Gier zu greifen. Ich fand MuaK einfach so langweilig. Nun muss ich sagen: ein Glück habe ich Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner gelesen. Quatsch, verschlungen! In der Reihe großartiger Romane von Kerstin Gier, verzeihe ich ihr den einen (für mich ganz persönlich!) Flop. Mehr Flops gibt es nämlich keine.

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner hangelt sich auf meiner Top-Kerstin-Gier-Liste ganz nach oben. Sogar noch über die Edelstein-Trilogie. Ja, ihr lest richtig, so begeistert bin ich vom Eselchen-Roman. Ihr könnt dieses wunderbare Buch in diversen Online-Shops oder direkt beim Verlag erwerben (€ 8.99).

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Titel: Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Autor: Kerstin Gier

VerlagBastei Lübbe

Seitenanzahl: 282

Erster Satz: „Ich stelle mir gern vor, dass es das Schicksal war, das Kati und mich zusammengebracht hat.“

klappentext

 

„Kati ist mit Felix glücklich, aber inzwischen hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen – und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit Felix alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennenlernt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie einen Unfall hat und im Krankenhaus wieder zu sich kommt, exakt fünf Jahre zuvor. Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen – und sich für den richtigen Mann entscheiden …“

Es hat keine 5 Minuten, keine 10 Seiten gedauert, dass ich mich in die Geschichte verliebt habe, was ganz einfach an der Protagonistin Kartoffel Kati liegt. Kati und Felix sind verheiratet und lieben sich, alles ist doch völlig in Ordnung. Dann beginnt sie aber mehr oder weniger an ihrem eigenen Schicksal herumzubasteln, was das Schicksal ihr natürlich übel nimmt, denn so war es ja nicht geplant, und versetzt sie kurzerhand 5 Jahre in der Zeit zurück.

Bis die Geschichte an diesem Punkt angelangt ist, geschieht jedoch schon so Einiges, man lernt viele Personen kennen. Familie, Arbeitskollegen, alte Freunde, neue Flammen. Kerstin Gier hat es mit diesem Roman wieder einmal geschafft, mich von meiner eigenen Überzeugung abzubringen. Ich bin nämlich absoluter Dreiecks-Beziehung-Hasser. Entscheid dich, bitte. Jetzt. Sofort. Kann wohl nicht so schwer sein?

Kati ist in dieser Situation aber einfach so niedlich, süß, lustig, hilflos, teilweise betrunken, mutig, kindlich, eine ganze Portion sarkastisch und ausschweifend-den-Faden-verlierend. Was mich selbst erschreckt: Ich war anfangs total Team Felix. Ich halte ja gern an Bestehendem fest. Irgendwann sickerte meine Sympathie aber doch zu Team Mathias über und schlussendlich war ich mir meiner Gefühle noch weniger bewusst als Kati.

Ohne wen die Geschichte nicht funktionieren würde, wären all die fantastisch bescheuerten Nebencharaktere. Also wirklich, so naiv-dämliche Arbeitskolleginnen und von-sich-überzeugte Tanten kann es doch gar nicht geben. Wirklich zu lustig.

Kerstin Giers Schreibstil sprüht in diesem Roman nur so von Ironie und Sarkasmus, ich habe selten ein so humorvolles Buch gelesen, das dennoch ernst an der Geschichte festhält und nicht albern wird. Die Zahl 10 wird nicht ausreichen, ich habe mindestens 20 Mal laut gelacht. Kerstin Gier trifft mit ihren Worten den Nagel auf den Kopf, sogar weinen musste ich einmal und das ist wirklich selten. Und zwar hat mir folgendes Zitat die Tränen entlockt:

Würde man sein Leben noch einmal leben dürfen, dann mit mehr Spaß und Liebe und weniger Angst davor, Fehler zu machen. Mehr Sonnenuntergänge und Kuscheln, weniger Hausputz und Diäten. Mehr „wenn nicht jetzt, wann dann“, weniger „räum deine Socken weg“, mehr „Ich liebe dich“, weniger Baucheinziehen, mehr „die Feste feiern, wie sie fallen“.

S. 153

fazit

Rein vom Cover hätte ich das Buch niemals gelesen, wirklich. Ich mag Esel(chen) zwar super gern, die sind einfach süß, aber mir gefällt das Cover einfach nicht. Ich habe es als Mängelexemplar ergattert, weiß aber ehrlich gesagt nicht mehr, wo und wann. Lasst euch bloß nicht vom Cover täuschen, das Buch ist großartig und verdient selbstredend die volle Punktzahl.

blog-5-feivels

frau-nat-sign

 

 

 

 

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4 thoughts on “Rezension – Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner | Kerstin Gier”

  1. Bei der Rezension bin ich ganz deiner Meinung. Das Buch ist witzig, süß und hat eine wunderbare Message. Hat auf jeden Fall 5 Sterne (oder Feivels 😀 ) verdient.
    Nur dank Dir habe ich es entdeckt und es hat mir super Spaß gemacht es gemeinsam mit Dir zu lesen 🙂 Ich freue mich schon auf weitere gemeinsame Lesestunden 🙂

    Gefällt 1 Person

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