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Rezension – Verräter der Magie | Rebecca Wild

rezension

Es ist nicht sehr lang her, dass ich mit einer Freundin zu einem Bücherausverkauf gegangen bin, bei dem jedes Buch, egal welches für € 1.00 verkauft wurde. Unsere Euphorie bekam aber einen ordentlichen Dämpfer, als wir in der Lagerhalle ankamen und 90 % der Bücher Sachbücher über Angeln, Golfen oder das Fliesenlegen waren.

Einige gute Schnäppchen haben wir dann doch gemacht und die Lagerhalle füllte sich auch immer mehr. Dieses Buch habe ich unter anderen mitgenommen, es war ein reiner Coverkauf, denn für € 1.00 kann man doch wirklich nicht viel falsch machen.

Umso erschreckender finde ich, dass dieses Buch Neu gar nicht mehr erhältlich ist, sondern nur noch gebraucht für ca. € 2.00 – € 5.00 bei rebuy, medimops & Co.

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Titel: Verräter der Magie

Autor: Rebecca Wild

Verlag: Ravensburger Verlag

Seitenanzahl: 307

Erster Satz: „Wenn man ein Magier ist, die Geheimnisse des Universums entschlüsseln kann und die verborgenen Kräfte der Erde zu nutzen weiß, neigt man dazu, arrogant zu werden.“

klappentext

Der Feind im Kopf ist nerviger als jeder Ohrwurm.

Kira hasst den jungen Cian wie die Pest. Kein Wunder: Als einer der mächtigsten Magier der Welt lässt er Feenwesen wie sie einsperren. Um die Menschen vor ihnen zu schützen. Als wären Feen gefährlich! Insgeheim wünscht sie Cian den Tod. Eines Nachts wird er tatsächlich umgebracht. Blöd nur, dass seine Seele entwischt und ausgerechnet in Kiras Kopf schlüpft. Verzweifelt sucht sie nach einem Weg, wie sie den Schuft wieder loswerden kann. Dabei wird er ihr ärgerlicherweise immer sympathischer..

Ich fand den Lesestart sehr holprig. Was nicht unbedingt am Buch an sich legt, vielleicht auch zu einem gewissen Teil an mir selbst. Ich bin keine begnadete Fantasy-Leserin, High Fantasy erst Recht nicht, daher hatte ich wohl meine Startschwierigkeiten. Auf den ersten Seiten werden so viel Wörter über die Seiten geworfen, die mir unbekannt sind, die ich nicht ganz zuordnen kann. Es handelt sich dabei um Bezeichnungen verschiedenster paranormaler Wesen. Ja, Vampir und Werwolf kenne sogar ich, Nymphe habe ich auch schon gehört, sogar Sidhe ist mir nicht ganz neu. BanaBhuidseachs, Danu oder Deamhan waren mir aber völlig neu. Dass es im hinteren Teil des Buches ein Glossar gibt, ist mir natürlich erst aufgefallen, als ich mir die Begriffe selbst erschlossen habe.

Kira wohnt in einer WG in einem Reservat, das von den Menschen und den Magiern abgetrennt ist, zum Schutze der nicht-paranormalen Wesen. Ihre Mitbewohner sind ein Vampir, vor dem sie anfangs selbst Angst hatte und eine wunderschöne Nymphe mit langen blauen Haaren. Leider geraten diese Charaktere im Verlaufe der Geschichte komplett ins Vergessen, was ich sehr schade finde. Vielleicht gibt es ja im 2. Band (Gefangene der Magie) ein wiedersehen.

Kira an sich ist mir sympathisch. Sie ist recht schlagfertig und gibt gern sarkastische Antworten. Cian mag ich auch von Beginn an, auch wenn er eigentlich der Böse sein soll. Es treten noch einige Charaktere auf die Bildfläche, viele liebe, viele böse, viele, bei denen es mir bis jetzt nicht so ganz klar ist.

Im Buch kommt es auch zu einer Beinahe-Sex-Szene, was mich etwas verwundert hat, immerhin ist es ein Jugendbuch, meiner Meinung nach für junge Leser zwischen 12-16 (dass ich mit 25 auch Spaß daran hatte, lassen wir jetzt mal außen vor!). Die Szene fand ich aber verstörend, sagen wir mal so: Sex mit Gestaltwandlern verschrecken mich nun einmal, das wird sich auch nicht ändern.

Was mir super gut gefallen hat, waren die Beschreibungen der Umgebungen. Sei es der Wald in Kiras Vergangenheit gewesen, verschiedenste Apartements oder Höhlen unter der Erde, immer habe ich mich gefühlt, als wäre ich ebenso dort. Das Buch spielt in einem fiktivem Part von Amerika.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und simpel, wenig bis keine Fremdworte (wenn man die paranormalen Wesen außer Acht lässt) und verleitet dazu, das Buch in einem Rutsch lesen zu können.

Ich habe das Buch jedoch nicht in einem Stück gelesen und auch nicht sofort freudig zu diesem Buch gegriffen, da der Spannungsbogen doch einige Male etwas durchhing. Die Spannung wird leider nicht konstant oben gehalten, zwischendrin fand ich es sogar ein wenig langweilig. 

fazit

Nichtsdestotrotz kann und werde ich dieses Buch nicht als schlecht und langweilig abstempeln. Die Autorin Rebecca Wild hatte eine schöne Geschichte im Kopf, die Umsetzung gelang meiner Meinung nach nur nicht perfekt. Ich wurde unterhalten, war aber auch froh, dass es kein all zu dickes Buch ist und das Ende somit nahte. Ich vergebe 3 flauschige Feivels.

blog-3-feivels

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2 thoughts on “Rezension – Verräter der Magie | Rebecca Wild”

  1. Sehr offen und ehrlich! Finde ich gut! Ich musste bei den paranormalen Wesen drei mal lesen, damit ich sie richtig verstanden habe 😀 Die Geschichte an sich hört sich auch wirklich spannend an. Solch ein Buch finde ich immer schade, da sie anfangs wirklich gut erscheinen, aber dann leider nicht das volle Potential ausschöpfen :/

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