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Rezension – Bis du wieder atmen kannst | Jessica Winter

rezension

Wenn man Amazon Prime Kunde ist, ist Kindle Unlimited doch was feines! Jeden Monat kann ich mir aus einem riesigen Angebot ein eBook ausleihen und es verschlingen.

Bis du wieder atmen kannst habe ich schon vor einer ganzen Weile auf meinen geliebten Kindle geladen und dann vergessen. Nun habe ich es gelesen und bin begeistert.

Das Buch ist bei Amazon erhältlich zu einem eBook-Preis von € 1.49 oder als Taschenbuch für € 11.90.

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Titel: Bis du wieder atmen kannst

Autor: Jessica Winter

Seitenanzahl: 414

Erster Satz: „Es heißt, es gäbe verschiedene Stadien der Trauer, die man durchlaufen müsse, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat.“

klappentext

Würdest du einen Blick über fremde Mauern werfen, wenn du weißt, dass sich dahinter der Abgrund befindet?
Auf den ersten Blick scheint es, als könnten die Lebensumstände von Jeremy und Julia nicht unterschiedlicher sein. Abgesehen von frechen Neckereien teilen sie nichts miteinander. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Jeremy durch einen unglücklichen Zufall Zeuge eines schrecklichen Geheimnisses wird, welches Julia seit Jahren zu hüten versucht. Zum ersten Mal in seinem Leben muss Jeremy für etwas kämpfen und langsam aber sicher ihr Vertrauen gewinnen, um ihr helfen zu können. Doch je näher er ihr kommt, desto mehr begreift er, dass es nicht nur Julias Fassade ist, die zu bröckeln begonnen hat…

Schon vor einer ganzen Weile habe ich nur Gutes über dieses Buch gehört und kann mich diesen Leserstimmen vollkommen anschließen.

Julia und Jeremy gehen auf die gleiche Schule, haben aber ansonsten keine Gemeinsamkeiten. Julia ist eher der Außenseiter, Jeremy ganz typisch Star-Quarterback der Football-Schulmannschaft. Julia hat etwas zu verbergen und hohe Lasten zu tragen, Jeremy hat auch seine eigenen Sorgen.

Auf eine schön beschriebene Art und Weise lernen sich die beiden ein wenig kennen und versuchen gegenseitig Vertrauen aufzubauen.

Die Geschichte an sich ist zugleich schön und erschreckend. Häusliche Gewalt, Traumata, Unfairness, Leistungsdruck. All dies sind Dinge, die es durchaus gibt, vor denen jedoch die Augen verschlossen werden. Die Geschichte lehrt vor allem, dass man probieren sollte, vorurteilsfrei zu sein. Man weiß eben nicht, warum ein Mädchen im Sommer lange Kleidung und weite Pullover trägt und auch ein gutaussehender Typ, der sich um sein Äußeres sorgt, versucht möglicherweise etwas dadurch zu kompensieren.

Es werden Situationen beschrieben, die so unglaublich und unfair sind, dass ich beim Lesen den Kopf schüttelte und sogar sauer wurde. Ich habe versucht, mich nicht zu sehr in Julia oder auch ihre Freundin Gracie hineinzuversetzen, ganz aus purem Eigenschutz. Was dieses Mädchen durchmachen muss, ist grausam. So mit der Psyche oder der physischen Verfassung eines jungen Mädchens umzuspringen, ist absolut inakzeptabel.

Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig, die Charaktere durch die Bank weg authentisch. Es gibt Arschlöcher, Herzensseelen, mitleiderregende Personen oder auch unscheinbare Charaktere.

Eine Sache, die mich allerdings beim Lesen wirklich genervt hat, waren die Beschreibungen von Jeremys Footballspielen. Es war mir einfach zu oft und vor allem zu detailliert beschrieben. Mich hat es einfach gar nicht interessiert und ich fand es für die Geschichte nicht relevant, wie viele Yards welche Mannschaft nun wann zurücklegt oder welche 5 Spielzüge nun zum Sieg oder eben zur Niederlage führten.

Auch den Cliffhanger finde ich natürlich nicht sehr toll. Aber wer mag schon Cliffhanger? Ich werde den zweiten Teil auch bald lesen, da ich doch sehr neugierig bin, wie es mit Jeremy und Julia weitergeht.

An sich denke ich, dass dieser Band nur die Vorgeschichte zur eigentlichen Geschichte ist. Ich hatte immer ein Ziel vor Augen beim Lesen, das wurde aber nicht erreicht.

fazit

Auch wenn ich das Buch, die Geschichte an sich super authentisch beschrieben finde, mit flüssigem Schreibstil, tollen Charakteren und einer erschreckenden Geschichte, vergebe ich nicht die volle Punktzahl. Es wurde insofern doch ein wenig um den heißen Brei herumgeredet und die Footballszenen können viel kürzer sein. Ich vergebe dennoch 4 von 5 Feivels und werde mir alsbald den zweiten Band ausleihen.

blog-4-feivels

frau-nat-sign

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