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Rezension – Goodbye Zucker | Sarah Wilson

Rezension---Goodbye-Zucker

Überkommt es euch auch manchmal und ihr denkt euch: Jetzt änder ich meine Essgewohnheiten! Sofort! Ich brauche Tipps!? Ab und zu geht es mir so und ich lese mir Bücher über Bücher zu diesen Themen durch. Mittlerweile ernähren wir uns zwar gesund, aber irgendwie immer noch ohne Leitfaden, das ist aber auch gut so.

Titel: Goodbye Zucker – für immer

Autor: Sarah Wilson

VerlagGoldmann Verlag

Preis: € 12.99

Seitenzahl: 240 Seiten

klappentext

Der Bestseller »Goodbye Zucker« zeigte uns, wie man einfach und unkompliziert vom weißen Gift loskommt. In ihrem neuen Buch erklärt Sarah Wilson nun, wie man sein Leben lang zuckerfrei bleibt. Die Starköchin aus Australien bezieht sich dabei auf umfangreiche Studien und ihre eigenen Erfahrungen und hat ein fantastisches, leicht nachzukochendes Programm entwickelt, das Familien und Hobbyköchen langfristig den Weg aus der Zuckerfalle weist. Dieses Buch hilft nicht nur dabei, eine alte und ungesunde Gewohnheit abzustreifen, es zeigt uns sogar, wie wir ohne Verzicht und mit einer großen Portion Freude ein zuckerfreies, gesünderes Leben führen können. Dauerhaft.

hdr

Vor einigen Wochen habe ich euch schon ein anderes Buch vorgestellt, das sich mit der Reduzierung bzw. dem Weglassen von Zucker beschäftigt. Die Rezension findet ihr hier.

Das Buch von Sarah Wilson zu bewerten fällt mir nun leicht, da ich es mit dem anderen Ratgeber vergleichen kann. Schon die Aufmachung ist bei Weiten hübscher und wirkt professioneller. Mit diesem Buch wurde sich gestalterisch entfaltet und es hat genau meinen Geschmack getroffen.

Das Buch sprüht nur so über vor bunten, fröhlichen Farben, vielen Fotos und Illustrationen. Jede einzelne Seite ist mit viel Liebe gestaltet und sehr informativ. Was mich etwas stört: Die Schrift ist – gerade auf den ersten Seiten – winzig. Ich brauche keine Brille, habe gute Augen, aber es mindert den Lesespaß, wenn die Schrift zu arg klein ist. Wenn man sich für das Thema Zucker interessiert, ist dieses Buch sein ganzen Geld wert.

Es beginnt mit einem Kodex, in dem erklärt wird, was Zucker überhaupt ist, was es mit dem Körper macht und auch, dass Zucker nicht gleich Zucker ist. Es ist bildlich beschrieben, aber nicht so, dass der Leser für dumm verkauft wird. Vorwissen ist allerdings nicht von Nöten. Es werden Tipps gegeben, wie man mehr Gemüse in den Alltag integrieren und wie man eine gesunde – zuckerfreie – Morgenroutine schaffen kann. Viele der Tipps hat jeder zwar schon irgendwie, irgendwo und irgendwann schon einmal gehört, es ist aber doch etwas anderes, in diesem Zusammenhang mit der Nase darauf gestoßen zu werden. Klar ist es gut, regional einzukaufen, aber warum eigentlich? Das wird beschrieben. Mit gemischten Gefühlen las ich das Kapitel, in denen es Tipps gibt, wie man sich auf Reisen ernährt. Ganz ehrlich: Im Urlaub werde ich zur Fressmaschine. Ich übertreibe es nicht, aber ja, zum Frühstück stelle ich mich in die Schlange und lasse mir ein frisches Omelette zubereiten und später auch einen Crèpes. Urlaub ist für mich auch kulinarisch und es wird sich für mich nicht ändern: ich schlemmere im Urlaub. Punkt, aus, Basta! Im Alltag auf Zucker zu verzichten, finde ich allerdings super.

Auf den Kodex folgen auch schon viele, viele Rezepte, 148 um genau zu sein. Rezepte für das Frühstück, für das Abendessen, für das Mittagessen. Es gibt auch Rezepte für Snacks, obwohl auch hier davon abgeraten wird, zwischendurch zu snacken. Wie schon bei der Rezension des anderen Ratgebers finde ich diesen Tipp doof. Ich brauche auch neben den Mahlzeiten ab und zu etwas zum Beißen, sei es ein Apfel (ja, ich weiß: gaaaanz viel Fruchtzucker, aber gesund!) oder eine Möhre.

Die Rezepte an sich klingen alle lecker, aber irgendwie ist für mich nicht wirklich etwas dabei. Zumal viele der Rezepte viele Zutaten benötigen, die ich nicht mal eben im Supermarkt bekomme. Und: ich kann nicht nur im Biomarkt einkaufen, das würde irgendwann das Budget sprengen. 

Was ich mir allerdings schon zu Herzen genommen habe: Einfrieren, einfrieren, einfrieren! Unser Tiefkühler beinhaltet neben 2 Torten, die mein Herzmann ja UN-BE-DINGT für seine Männerabende kaufen musste, nur Obst und Gemüse, das ich frisch geschnippelt und eingetütet habe. Auch ein paar vorgekochte, gesunde Mahlzeiten sind dort zu finden, denn ich habe einfach etwas mehr gekocht. Das erspart einige Zeit und es gibt auch Tage, an denen habe ich eben keine Lust zum Kochen. Oder einkaufen zu gehen.

Am Ende gibt es ein 4-Wochen-Wellness-Programm, was ich erst sehr interessant finde, es sich für mich aber nicht super umsetzen lässt, zumindest nicht haargenau so, wie es beschrieben wird. Allerdings habe ich mir den Plan ein paar Mal durchgelesen und einige Schritte verinnerlicht, die ich – mehr oder weniger unbewusst – in meinen Alltag integriere.

Ich werde nicht komplett und total akribisch auf Zucker verzichten, sondern ihn nur soweit es geht reduzieren. Eine Umstellung ohne Wenn und Aber möchte ich nicht und werde ich auch nie wollen.

fazit

Dieses Buch lohnt sich für jeden, der seinen Zuckerkonsum reduzieren oder auch komplett eliminieren möchte. Für den, meiner Meinung nach, geringen Preis von € 12.99 kann man wirklich nicht viel falsch machen, ich habe da schon ganz andere Preise für Bücher diesen Themas gesehen. Auch Kochbücher sind teilweise teurer, hier hat man beides in einem auf wunderschön gestalteten Seiten und einer absolut sympathischen Autorin. Das Einzige, was mich ein bisschen stört, ist, dass die Rezepte mir persönlich nicht so sehr zusagen, daher und auch wegen der teilweise winzig kleinen Schrift ziehe ich einen Feivel ab. Es hat für mich nichts mit Alltag zu tun, wenn ich für Zutaten halb Berlin absuchen muss.

blog-4-feivels

frau-nat-sign

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