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Rezension – Ausgerechnet Muse | Carola Wolff

Rezension---Ausgerechnet-Mu


Für mythologische Geschichten bin ich immer zu haben. Bei Lokalem sage ich ebenfalls nicht Nein. Sehr gern nahm ich also die Anfrage von Literaturtest an und erhielt bald darauf das Rezensionsexemplar vom Fabulus-Verlag, ganz lieben Dank dafür!


Titel: Ausgerechnet Muse

Autor: Carola Wolff

Verlag: Fabulus Verlag

Preis: € 16.95

Seitenanzahl: 351

Erster Satz: „Apollonia Parker, so, wie du aussiehst, kriegst du nie einen Mann.“


klappentext

Gibt es wahrhaftig Musen unter uns?
Und ob!
Möchte Apollnia Parker, 17 Jahre alt, eine Muse sein?
Wahrhaftig nicht!

Apollonia Parker verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten:
Sie befreit Personen aus Gemälden, unterhält sich mit dem Raben Lyngx und bringt den begabten Singer-Songwriter Nick auf den Erfolgshit seines Lebens.
Doch kann sie ihm auch ihr Herz öffnen?


hdr


Apollonia Parker, von allen lediglich Parker genannt, ist ein 17-jähriges Mädchen, dessen Mutter eine bekannte Muse ist. Der Vater ist und bleibt unbekannt. Auch Parker hat das Musen-Gen geerbt, möchte jedoch auf keinen Fall eine Muse sein. Solange wichtig für einen Künstler, Musiker, Schriftsteller,.. bis der große Durchbruch da ist und danach entlassen. Parker möchte ihr eigenes Leben leben und nicht nur dafür sorgen, dass andere Menschen dank ihr ein super-tolles Leben führen.

Die Geschichte spielt in Berlin, was für mich als Berlinerin auch ausschlaggebend war, das Buch zu lesen. Leider spielte das Buch nur im westlichen und auch reichen Teil Berlins, den ich persönlich kaum kenne. (Ich war und bin im Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg und schließlich in Treptow-Köpenick zuhause.)

Der Einstieg in die Geschichte gelang, nachdem ich die ersten Seite eher langweilig fand, sehr gut und mir gefiel die Idee. Mythologie hat mich schon immer interessiert und Musen waren bisher in noch keiner Geschichte, die ich las und keinen Film, den ich sah, die Hauptperson. Natürlich, denn Musen sind immer nur die Nummer zwei. Ich hätte mir ein bisschen tiefere Recherche gewünscht. Dass Thalia eine Muse war, weiß ich. Vielleicht wäre das aber auch zu tiefgründig für ein Jugendbuch gewesen.

Sehr gefallen hat mir allerdings, dass jede Muse einen tierischen Begleiter hat, mit denen Musen kommunizieren können. Parkers Begleiter ist ein schwarzer Rabe Lyngx, der Begleiter ihrer Mutter ist die Perserkatze Colette – von Lyngx liebevoll Bulette genannt. Als ich das las, musste ich laut lachen, leider blieb es aber auch bei diesem einen Witz.

Die Liebesgeschichte ist vorhersehbar, schon der Klappentext verrät zu viel, aber bei welchem Buch ist das nicht so? An sich wird anfangs erklärt, dass gibt es eine Katastrophe. Dieses Problem wird meiner Meinung nach aber viel zu simpel gelöst, ich hätte mir noch ein paar mehr verzwickte Szenen gewünscht, in denen es ein Auf und Ab gibt. An sich ist es schön-ohneinohgott-schön. Das Ende finde ich niedlich, aber auch seltsam. Ich möchte nicht spoilern, aber allein der Epilog ergibt für mich keinen großen Sinn. Friede-Freude-Eierkuchen trifft es allerdings sehr gut und das ist auch gut so, ich stehe auf Happy-Ends.

Die Charaktere sind okay, ein wenig detaillierter hätten sie beschrieben werden können. Pro Person vielleicht noch 1-2 Anekdoten und sie hätten noch besser in die Geschichte gepasst.

Auch den Schreibstil finde ich in Ordnung. Ein wenig mehr Action, mehr Adjektive, mehr Emotionen würden die wirklich tolle Story abrunden. Ungefähr zur Hälfte fand ich den Schreibstil sogar ein bisschen langweilig, sodass ich immer wieder abschweifte.


fazit

Im Großen und Ganzen handelt es sich aber auf keinen Fall um ein schlechtes Buch. Die Idee ist mal eine Neue, was schon schwierig ist. Viele Dinge sind niedlich, die Charaktere würde man noch lieber gewinnen, wenn man sie besser hätte kennenlernen dürfen. Der Schreibstil hat ab und zu seine Hänger, mit ein wenig Konzentration lässt es sich aber auch flüssig lesen (ohne abzuschweifen). Ich vergebe gute 3 von 5 Feivels und spreche eine Leseempfehlung aus für alle, die gern mythologische Geschichten lesen.

blog-3-feivels

frau-nat-sign

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2 thoughts on “Rezension – Ausgerechnet Muse | Carola Wolff”

  1. Auch, oder gerade wegen deiner Kritkpunkte werde ich es mir kaufen, damit ich mir selbst davon ein Bild machen kann 🙂 Die Geschichte an sich klingt ziemlich cool und da ich den Klappentext nicht gelesen habe, wird das schon 😄

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