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Rezension – Hello Sunshine | Laura Dave


Werbung – Rezensionsexemplar!


Hello-Sunshine


Vielen Dank an den blanvalet-Verlag zur Bereitstellung des eBooks zu Rezensionszwecken im Rahmen der Hello Sunshine Kampagne! Nun ist das Jahr beinahe um, da fiel mir siedend heiß ein, dass ich meine Meinung zu Hello Sunshine noch nicht ausformuliert hatte – ohwe – auf dem letzten Drücker ist ja aber immer noch pünktlich, oder?

Titel: Hello Sunshine
Autor: Laura Dave
Verlagblanvalet Verlag
Preis: € 8.99 (eBook-Preis)
Seitenanzahl: 384 Seiten (Taschenbuch)
Erster Satz„Zwei Sachen sollten Sie besser vorab wissen.“

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darum-gehts

Wenn dein Leben absolut perfekt ist – ist es dann nicht Zeit, etwas Neues zu wagen? 

Sunshine Mackenzie lebt ihren Traum! Mit ihrer YouTube-Kochshow und ihren Lifestyle-Büchern begeistert sie Millionen von Fans. Sie ist einfach die Person, mit der jeder gern befreundet wäre. Noch dazu hat sie ihren Traummann geheiratet, den Architekten Danny, der ihr treu bei allem zur Seite steht. Alles scheint perfekt, bis ausgerechnet an ihrem fünfunddreißigsten Geburtstag herauskommt, dass die hochgelobten Rezepte aus der Show gar nicht von ihr sind. Die Fans sind empört, und Sunshine sieht nur einen Ausweg: Sie verlässt New York, um in einem kleinen Küstenstädtchen noch einmal von vorn zu beginnen …

(Quelle: randomhouse.de)


Meine-Gedanken-zum-Buch

Es fällt mir immer schwer, bei eBooks einen ersten Eindruck festzumachen. Bei Büchern spielen dabei Haptik, Geruch und Qualität eine große Rolle, das fällt ja nun alles aus. Allerdings, und das ist nicht weniger wichtig, spielt auch der Klappentext bzw. die Buchbeschreibung eine tragende Rolle und als ich die Beschreibung zu Hello Sunshine las wusste ich, dass ich es unbedingt lesen wollte.
Es versprach kein super spannender, dramatischer, tiefgründiger oder auch herzerwärmender Roman zu sein, sondern viel eher ein Wohlfühlroman. Darunter verstehe ich einen Roman, dessen Setting mich an einen Platz entführt, an dem ich selbst noch nicht war, mir Menschen vorstellt, mit denen auch ich mich unterhalten würde und der mir eine Protagonistin liefert, die ich mag, deren Handlungen und Denkweisen ich nachvollziehen kann und deren Leben erst auseinanderfällt und dann durch ihre eigene Kraft wieder zusammengesetzt und gekittet wird.
Hello Sunshine hat mich in keinem dieser Punkte enttäuscht! Auch wenn Sunshine, genannt Sunny, selbst daran Schuld ist, dass ihr Leben den Bach herunterläuft, mochte ich sie. Es ist nicht so, dass sie etwas beschönigt oder sich herausredet, im Gegenteil: Sie steht voll und ganz zu ihrer Schuld und gesteht sie sich ein. Sie tat mir sogar ein wenig Leid und dieses Gefühl wuchs immer weiter an, als herauskam, das neben ihren eigenen Fehlern auch Außenstehende ihre Finger im Spiel hatten.
Sunny und ihre Schwester sind mit ihrem Vater in einem großen Haus in den Hamptons großgeworden, doch anders, als man vermuten könnte, war ihre Kindheit kein Zuckerschlecken. Natürlich, sie lebten dort, wo Andere (Reiche!) Urlaub machen und hatten das Meer direkt hinter dem Haus, doch sind ein großes Dach über dem Kopf, Nahrung und Kleidung eben nicht alles, was man benötigt, um zu einer selbstbewussten, jungen Frau heranzuwachsen. Die Situation war schwierig und zwar auf einer äußerst seltsamen Art und Weise, auf die ich hier nicht weiter eingehe – das muss man einfach lesen. Ich sage nur so viel: Nur weil materiell gesehen alles da war, heißt es noch lange nicht, dass alles okay war. Schlimme Kindheitserinnerungen sind immer subjektiv, für den einen fühlt sich etwas jahrelang schlimm an, was eine andere Person mit einem Schulterzucken abgeworfen hat. Es gibt keinen Wettlauf in „Meine Kindheit war schlimmer“, das verdeutlicht dieses Buch nur zu gut.
Natürlich hat Sunny einen gewissen Lebensstandard, den sie sich aber auch hart erarbeitete, umso verletzender ist es, sich anhören zu müssen, dass ihr Job ja gar keine richtige Arbeit war. Wenn ich mir vorstelle, dass es mein Job wäre, meine Millionen Follower auf Instagram glücklich machen zu müssen, mit etwas, was ich gar nicht wirklich kann, etwas, das mir aufgebrummt wurde, bin ich umso glücklicher um mein einfaches, aber schönes Leben. Man muss nicht immer höher, weiter, schneller, irgendwann ist man gefangen und entwickelt eine Verantwortung so vieler Menschen gegenüber. Anonymität wird für einen erst wichtig, wenn sie nicht mehr gegeben ist. Natürlich kann man im Internet jeder sein, der man sein möchte. Man kann lügen, Dinge erfinden und den Salat fotografieren, den man gleich essen wird – als Vorspeise, ehe der Burger kommt, den die Insta-Welt natürlich nicht zu sehen bekommt. Man möchte ja den Shitstorm umgehen.
Die gesamte Story wandert auf einen Höhepunkt zu ohne langweilig zu werden, was vor allem an den teils verschrobenen aber äußerst liebenswürdigen Charakteren liegt. Allesamt sind für mich authentisch, allerdings könnten das andere Leser auch anders sehen, da einiges schon weit hergeholt ist. Aber es passt zur Story! Mein liebster Charakter ist Sammy, Sunnys Nichte, die Tochter ihrer Schwester. Sammy ist ein seltsames, überaus kluges Kind, mit lustigen Marotten, einer Wortwahl, die mich auflachen ließ, aber dennoch einem kleinen Kinderherzen, das nur gesehen und gelobt werden möchte. Die Szenen mit Sammy waren die witzigsten im ganzen Buch und ohne sie hätte eindeutig etwas gefehlt. 

Fazit

Ich würde das Buch nicht als kurzweilig beschreiben, es kommt einfach darauf an, wie viel die Leser von sich selbst auf diese Geschichte projizieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch die Meinungen teilen wird, da es für die einen ein simpler Frauenroman ist, den man im Urlaub am Strand liest, für die anderen allerdings ein klein wenig mehr. Ich gehöre zu Letzteren, irgendetwas hat das Buch in mir ausgelöst, auch wenn ich noch nicht genau sagen kann, was. Auf jeden Fall spreche ich eine klare Leseempfehlung aus. Der Schreibstil ist prima, super einfach, lustig und originell, sodass ich mir sicher bin, das ein jeder Leser seine Freude daran haben könnte. Das Setting in New York und den Hamptons trägt auf jeden Fall dazu bei, dass mein Fernweh ins Unermessliche wächst. Ich vergebe 5 von 5 Feivels.

blog-5-feivels


XOXO
frau.nat

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2 Gedanken zu „Rezension – Hello Sunshine | Laura Dave“

  1. Hallo Natalie!
    Jetzt lasse ich dir endlich auch mal einen Kommentar da, nachdem wir uns gestern über Blogs unterhalten haben. Hier ist es wirklich toll ❤ und ich werde mich nun ein bisschen einlesen. Liebe Grüße lasse ich dir da =)

    Gefällt 1 Person

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